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Meine nächste Lektüre wird "Die neuen Leiden des jugen Werther" von Johann Wolfgang von Goethe sein. Ich hoffe, Sie schauen dann wieder hier vorbei!

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Top Autor des Blogs

Martin Suter ist der meistrezensierte Autor dieses Blogs. Insgesamt sind neun Bücher des Schweizer Autors zu finden.

Neu: Onlinetests!

Die neuste Rubrik dieses Blogs sind die Onlinetests. Vorläufig gibts Tests zu Fachbegriffen und Literaturepochen. Die Rubrik wird laufend erweitert.

Rezension: Stoner von John Williams

  • Sonntag, 7. Dezember 2014

  • „Stoner“ ist das Werk des amerikanischen Autoren John Williams, das bei seiner Veröffentlichtung 1965 kaum Aufmerksamkeit erregte, nun aber wieder entdeckt wurde und die Bestseller-Listen gestürmt hat.

    William Stoner wächst auf einem Bauernhof in Missouri in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Eltern schicken ihn jedoch zur Universität, wo er Agrarwissenschaften studieren soll. Das tut Stoner dann auch, allerdings nur ein Jahr lang, ehe er – ohne seine Eltern zu informieren – englische Literatur studiert. Seine Eltern erfahren erst am Tag der Abschlussfeier davon und ebenfalls an jenem Tag eröffnet William Stoner ihnen, dass er weiter an der Universität bleiben wird und nicht zurück auf den Hof kommt. Die Eltern verstehen seinen Entscheid nicht, doch William bleibt an der Universität Columbia, beginnt zu doktorieren und zu unterrichten. Dann lernt er eine junge Frau kennen, verliebt sich in sie und heiratet sie wenig später. Doch die Ehe und das Leben an der Universität entwickelt sich andres, als sich dies Stoner vorgestellt hatte.
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    Inhaltsangabe: Stoner von John Williams

  • Dienstag, 2. Dezember 2014
  • Inhalt 
    William Stoner ist 1891 im Missouri geboren und in ärmlichen Verhältnissen auf dem Bauernhof seiner Eltern aufgewachsen. Er musste neben der Schule stets auf dem Hof mithelfen und war überzeugt, dass er diesen dereinst übernehmen würde. Dann aber überraschten ihn seine Eltern damit, dass sie ihn an die Universität schickten, wo er Agrarwissenschaften studieren sollte. 
    Stoner zog nach Columbia, wohnte dort bei Verwandten und studierte Agrarwissenschaften. Allerdings nur ein Jahr, dann entschied er sich - ohne seine Eltern zu informieren - Philosophie, Literatur und Geschichte zu studieren. Seine Eltern erfahren erst am Tag der Abschlussfeier davon. Ebenfalls an jenem Tag eröffnet ihnen Stoner, dass er nicht zurückkehrt, sondern weiterhin an der Universität studieren wird, was seine Eltern nicht verstehen. Stoner lässt sich davon nicht beirren und nimmt seine Arbeit als Doktorand auf. Er unterrichtet, studiert und freundet sich mit Dave Masters und Gordon Finch an.
    Dann bricht der erste Weltkrieg aus, was Stoner allerdings nicht sonderlich interessiert. Ganz im Gegensatz zu Masters und Finch, die sich beide freiwillig zum Dienst melden. Masters hatte allerdings kein Glück, denn er liess in jenem Krieg sein Leben. Finch dagegen wurde zum Offizier befördert. Im Jahr 1918 wird Stoner zum Doktor ernannt und darf weiterhin an der Universität lehren - als hauptberuflicher Dozent. 
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    Inhaltsangabe: Der Goalie bin ig von Pedro Lenz

  • Mittwoch, 19. November 2014

  • Inhalt
    Der Goalie, der eigentlich Ernst heisst, kommt nach einem Jahr Gefängnis zurück in seine kleine Wohngemeinde Schummertal. Dank dem Vater seines Freundes Ueli hat er eine Unterkunft – Geld hat er aber kaum. Deswegen lässt er in seiner Lieblingsbar „Maison“ anschreiben. Regula, seine heimliche Liebe, gibt ihm 50 Franken. Dieses Geld vertrinkt er anschliessend beim Spanier.
    Am Tag darauf kommt ihn sein Freund Ueli in seiner Wohnung besuchen und bringt ihm 5000 Franken in bar mit. Es ist das Geld, dass ihm Ueli noch geschuldet hatte für einen Drogendeal, in den er verwickelt war und aufgrund dessen Goalie im Knast gelandet war. Ueli will sofort wieder Drogen von Goalie, doch der will nichts mehr mit der Sache zu tun haben, was Ueli ihm jedoch nicht glaubt.
    Dank dem Vater von Ueli findet Goalie dann auch noch einen Job in der Spedition der Druckerei Maag. Im Gegenzug soll er sich um Ueli kümmern, der immer weiter in den Drogensumpf abrutscht. Doch auch der Goalie ist nicht in bester Verfassung und trinkt immer wieder einen über den Durst. Und in diesem Zustand ruft er – morgens um 1 Uhr – Regula an. Das war keine gute Idee, denn er hat ihren Freund Budi in der Leitung, der alles andere als erfreut ist. In den folgenden Tagen interessiert sich Regula vermehrt für Goalie. Sie will wissen, weshalb er sie angerufen hat. Goalie – der ihr seine Liebe gestehen wollte am Telefon – verrät ihr den Grund seines Anrufs nicht. Mit seiner Situation und seinem Job ist er zufrieden. Kurz darauf besucht er Ueli, der im Spital liegt. Als er wieder zurückkehrt, steht Regula vor seiner Tür. Sie hat Kuchen mitgebracht, angeblich weil sie gehört hat, dass der Goalie Geburtstag hat. Doch das stimmt nicht. Trotzdem verbringen sie einen schönen Nachmittag zusammen.
    Am Tag danach will Goalie ins „Maison“. Doch Wirt Pesche lässt ihn nicht rein. In seinem Lokal wurden Drogen gefunden und er glaubt, dass diese Goalie gehören. Kurz darauf wird Goalie auch noch von einem Fahnder der Polizei verhört, der glaubt, dass er mit den Drogen etwas zu tun habe. Niemand will ihm glauben, dass er clean ist. Selbst Regula schenkt seiner Geschichte anfänglich kein Gehör.
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    Rezension: Der Goalie bin ig von Pedro Lenz

  • Mittwoch, 12. November 2014

  • "Der Goalie bin ig" ist ein im Dialekt verfasster Roman des Schweizer Autoren Pedro Lenz. Ein Werk, das nicht in erster Linie von der Handlung lebt, sondern viel mehr von den Charakteren, der Stimmung und der Schreibweise. 

    Ernst, der von allen nur "Goalie" genannt wird, wird nach einem Jahr aus dem Gefängnis in Witzwil entlassen und kehrt in seine Wohngemeinde Schummertal zurück. Wegen eines Drogendeals musste er hinter Gitter, auch wenn er selbst nicht genau wusste, wie er in die Sache hinein gerutscht ist. Sein Freund Ueli hat ihm mit Hilfe seines Vaters eine Wohnung organisiert. Goalie ist dankbar dafür und will nach seiner Rückkehr die Chance nutzen und sich ein normales Leben aufbauen. Er sucht sich einen Job und arbeitet fortwährend für die Spedition einer Druckerei. Dem Drogenkonsum schwört er ab, genauso dem Dealen. Dafür versucht er mit allen Mitteln bei der hübschen Kellnerin Regula, die in seiner Stammkneipe "Maison" arbeitet, zu punkten. Doch das Ganze verkompliziert sich, als Goalie wieder beschuldigt wird, etwas mit Drogen am Hut zu haben. 

    Mehr Möglichkeiten dank dem Dialekt
    Ein Roman im Dialekt? Kann das gut gehen? Das habe ich mich vor der Lektüre von "Der Goalie bin ig" gefragt. Trotzdem hat es mich gereizt, den Versuch zu wagen. Um es vorweg zu nehmen: Es hat sich gelohnt. Es ist nicht die Handlung, mit der Lenz in seinem Roman zu punkten vermag. Denn wenn wir ehrlich sind, ereignet sich nicht allzu viel in dieser Geschichte. Dafür - und das ist der grosse Vorteil des Dialekts - gelingt es Lenz, die Gefühlswelt der Charaktere, genauso wie deren Eigenheiten sehr eindrücklich herauszuarbeiten. Vor allem deshalb, weil er im Dialekt Stilelemente und Ausdrucksweisen verwenden kann, die es in der Standardsprache schlicht nicht gibt. Auch das Milieu, in dem sich die Hauptcharaktere bewegen, vermag Lenz sehr schön zu skizzieren.
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    Rezension: Schöne neue Welt von Aldous Huxley

  • Dienstag, 11. November 2014

  • „Schöne neue Welt“, so der Titel des Werks in dem Autor Aldous Huxley in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts eine Zukunftsvision skizzierte, die in gewissen Bereichen erstaunlich nah an der heutigen Realität liegt.

    In der schönen, neuen Welt werden die Menschen in verschiedene Kasten eingeteilt und exakt ihren Aufgaben für eine stabile Gesellschaftsordnung entsprechend in Brutstätten gezüchtet und konditioniert. Familien gibt es keine mehr, die Menschen sind nur noch auf kurzfristigen Spass aus. Stetig wechselnde Sexualpartner gehören zur Tagesordnung, genauso wie der Alterungsprozess nicht mehr sichtbar ist, keine familiären Strukturen und keine Religion mehr vorhanden sind. Neben der Arbeit vergnügen sich die Bewohner mit Hilfe der Droge „Soma“, die dafür sorgt, dass sie stets glücklich sind.
    Dieser Lebensstil funktioniert für die meisten Bewohner - nicht aber für Bernard Marx, ein Aussenseiter dieser neuartigen Gesellschaft. Er sieht das Ganze etwas kritischer und hinterfragt gewisse Dinge. Mit Lenina Crowne, einer Frau, mit der er sich immer mal wieder vergnügt, besucht er ein Reservat, in dem Eingeborene (Menschen, die noch in Familienstrukturen leben und die Religion kennen) wohnen. Dort treffen sie John, einen dieser Wilden, der sie bittet, mit seiner Mutter in die schöne, neue Welt kommen zu dürfen. Bernard erfüllt den beiden diesen Wunsch. Das Unheil nimmt seinen Lauf.

    Weitsichtig und komplex
    Es ist beeindruckend, wie durchdacht die Konstruktion dieser neuen Weltordnung von Aldous Huxley ist. Und auch die Argumentationen, die hinter dieser Konstruktion stecken, sind durchaus einleuchtend. Dies wird vor allem im Schlussteil eindrücklich aufgezeigt, in dem Mustapha Mond - einer der Kontrolleure der schönen, neuen Welt - Bernard, John und Helmholtz den Sinn hinter dem System erklärt.
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