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Meine nächste Lektüre wird "Die neuen Leiden des jugen Werther" von Johann Wolfgang von Goethe sein. Ich hoffe, Sie schauen dann wieder hier vorbei!

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Martin Suter ist der meistrezensierte Autor dieses Blogs. Insgesamt sind neun Bücher des Schweizer Autors zu finden.

Neu: Onlinetests!

Die neuste Rubrik dieses Blogs sind die Onlinetests. Vorläufig gibts Tests zu Fachbegriffen und Literaturepochen. Die Rubrik wird laufend erweitert.

Inhaltsangabe: Steckt der britische Journalismus in der Krise? von Philip Schlesinger

  • Montag, 24. März 2014
  • Autor Philip Schlesinger geht in diesem Artikel der Frage nach, ob der britische Journalismus in der Krise steckt und wer denn eigentlich definiert, was eine Krise ist. Ausgangslage für seine Argumentation ist die Tatsache, dass er London sowohl als politisches als auch als massenmediales Ballungszentrum von Grossbritannien bezeichnet. Im Vergleich zu andern Orten, habe es dort sehr viele grosse Zeitungspublikationen, die eine grosse Reichweite erlangen würden. Zudem beobachtet er in der britischen Medienlandschaft einen Trend in Richtung Tabloidisierung, was mit einer zunehmenden inhaltlichen und darstellerischen Vereinfachung der journalistischen Inhalte einhergeht. In Kombination damit sieht Schlesinger auch die Lancierung der Gratiszeitungen, die bei der jungen Generation das Gefühl auslöst, dass eine Zeitung kostenlos sein müsse.

    In der Folge beschreibt Schlesinger die Argumente derjenigen, die von einer Krise des Journalismus sprechen. Jene Exponenten sehen eine stetig zunehmende Fixierung der Medien auf Stars und Sternchen, genauso wie sie auch einen Trend beobachten, dass immer mehr persönliche und intime Dinge in den Medien breitgetreten werden (Stichwort: Voyeurismus). Ein Kernelement der Argumentation für eine Krise im britischen Journalismus ist das Spin Doctoring. Seit den 1970er Jahren, als Maragert Thatcher an der Macht war, wird von Seiten der an der Macht stehenden Partei versucht, für die eigenen Partei positive und für die politischen Gegner negative Presse zu generieren. Perfektioniert wurde dieses System unter Tony Blair. Dass die Medien darauf reinfallen und wie von den politischen Exponenten gewünscht über die Entwicklungen im Land berichten, spreche klar für eine Krise des Journalismus. Journalismus in dieser Form sei eine Gefährdung für die Demokratie, da er unglaubwürdig, tendenziös und vereinfachend sei.
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    Inhaltsangabe: Auf dem Weg in eine andere Demokratie von Thomas Meyer

  • Sonntag, 23. März 2014
  • Der Autor vertritt die These, dass die Politik von den Massenmedien determiniert wird und sich unsere Gesellschaft daher auf dem Weg in eine Mediendemokratie befindet. Dies begründet er damit, dass sich die Politik an den Massenmedien orientiert, um sich zu präsentieren, wodurch es immer stärker zu einer Überlagerung der beiden Systeme kommt. In der Folge beschreibt Meyer die Funktionsweise der beiden Systeme. Die Politikform der Demokratie ist auf die Massenmedien angewiesen, um die Wähler über die Ergebnisse zu informieren. Die Medien wollen dagegen Aufmerksamkeit erreichen. Meyer beschreibt zwei Regelsysteme, an denen sich die Massenmedien orientieren:
    • Selektionslogik: Diese entspricht den Nachrichtenwerten und erklärt, welche News es in die jeweiligen massenmedialen Publikationen schaffen.
    • Inszenierungsform: Die Möglichkeiten der Präsentation der Inhalte.
    Die Konsequenz die sich für die Politik aus dieser Funktionsweise der Massenmedien ergibt, führt dazu, dass sich die Politik den Regeln der Medien unterwirft, um die Kontrolle über die Öffentlichkeit zu erlangen. Dies entspricht dem Konzept der Selbstmediatisierung.
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    Inhaltsangabe: Tanz auf zwei Hochzeiten von Thomas Koch et al.

  • Freitag, 21. März 2014
  • Die Autoren dieser Studie haben 18 freie Journalisten (ohne festen Arbeitsvertrag in einem Verlagshaus) mit Hilfe von halbstandardisierten Leitfadeninterviews befragt, die hauptberuflich als Journalisten arbeiten und zugleich auch mindestens 20 Prozent ihres Einkommens aus PR-Nebentätigkeiten beziehen. Diese Propanden wurden zu Konflikten befragt, die aus dieser Doppelrolle entstehen, und zu Präventions- sowie Bewältigungsstrategien.
    Die Autoren bemühen zuerst die vorhanden wissenschaftliche Literatur und arbeiten den aktuellen Forschungsstand auf. Sie halten fest, das Journalismus und PR in der Gesellschaft zwei völlig verschiedene Funktionen einnehmen. Journalismus soll aktuelle Themen aus den verschiedensten gesellschaftlichen Systemen auswählen, bearbeiten und als Medienangebot zur Verfügung stellen. Die PR hingegen soll durchsetzungsfähige Themen herstellen und bereitstellen. Kurz gesagt: Journalismus soll informieren, PR überzeugen. Zudem erfüllt der Journalismus eine öffentlich-normative Aufgabe, was die PR nicht tut.
    Die Ergebnisse dieser Studie halten fest, dass die meisten der Befragten im Journalismus ihre Primärsozialisation durchlebt haben und erst später in die PR hineingerutscht sind. Zudem sind sich die meisten der Befragten der möglichen Konflikte durch die Doppelrolle bewusst, nehmen diese aber nicht als Problem wahr. Sie betonen, dass diese Doppeltätigkeit heute weitgehend akzeptiert sei. Die Medienhäuser wüssten um die prekäre Situation der freien Journalisten und die PR-Auftraggeber würden die Doppelrolle der Journalisten gar begrüssen. Die Autoren haben zwei verschiedene Formen der Rollenkonflikte festgestellt:
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    Inhaltsangabe: Die Konstruktion von Rasse in den Medien von Stuart Hall

  • Mittwoch, 19. März 2014
  • In diesem Text geht Stuart Hall der Frage nach, wie das Konzept der Rasse in den Medien konstruiert wird. Dafür hat er verschiedene massenmediale Produkte (Zeitungen, TV-Berichte, Filme und Serien) in Grossbritannien analysiert. Sein Grundannahme beruht darauf, dass er davon ausgeht, dass die Medien sehr stark mit Alltagskonzepten arbeiten. Zudem definiert er anfänglich den Ideologie-Begriff, da dieser eine zentrale Rolle einnimmt, wenn es um die Konstruktion des Konzepts von Rasse geht. Dabei macht er drei Punkte stark:

    • Eine Ideologie ist nicht ein einzelnes Element, sondern es ist eine Kette von Elementen. 
    • Ideologien entstammen nicht der Idee eines einzelnen Individuums, sondern die Individuen formulieren Absichten innerhalb einer Ideologie, in die sie zumeist hineingeboren wurden. 
    • Eine Ideologie zeichnet sich dadurch aus, dass sie es schafft, Identifikationen und Wissenspositionen zu etablieren, die es ermöglichen, ideologisch geprägte Aussagen als Wahrheit zu verkaufen. 
    Ideologien sind für Stuart Hall also in erster Linie Praxen und Institutionen, die den dominanten gesellschaftlichen Diskurs sinnvoll gestalten.
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    Inhaltsangabe: Die Themensetzungsfunktion der Massenmedien von Maxwell E. McCombs und Donald L. Shaw

  • Freitag, 14. März 2014
  • Die Inhaltsangabe basiert auf dem englischen Originaltext "The Agenda-Setting Function of Mass Media" (1972) von Maxwell E. McCombs und Donald L. Shaw

    Die grundlegende Idee dieses Ansatzes besteht in der Überlegung, dass die Massenmedien eine zentrale Funktion in der Gesellschaft übernehmen, in dem sie Themen setzen, die die Politik in der Folge behandeln muss. Die Ausgangsbeoachtung dafür war, dass sich die Politiker in erster Linie via Massenmedien an die Leser wenden können. Genauso wie die Leser primär via Massenmedien über die politischen Aktivitäten auf dem Laufenden gehalten werden. Die Massenmedien bestimmen nicht etwa, wie die Menschen denken sollen, sondern worüber sie denken sollen.
    Um dies empirisch zu belegen haben McCombs und Shaw vor den amerikanischen Präsidentschaftswahlen 1968 in der sogenannten Chapel-Hill-Studie 100 noch unentschlossene Wähler befragt, was denn für sie die wichtigsten politischen Probleme sind (unabhängig davon, was die Politiker selbst erzählen). Diese Antworten haben die beiden Forscher dann mit der Themenrangordnung der Massenmedien verglichen. Dabei haben sie festgestellt, dass eine sehr hohe Korrelation von über 90% bestand.
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